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Only One – Unter Fleischfressern

Soll ich Euch schildern, wie es ist, einziger Vegetarier unter Fleischfressern zu sein? Ja, gut, dann will ich es kurz nachvollziehen.

Ein gemeinsames Essen bedeutet, dass die Interessen des Vegetariers keine Bedeutung haben und komplett absichtlich missachtet werden, schließlich wird eine Inquisition geführt, wieso, weshalb, warum. So geschehen kürzlich bei mir.

Es sollte ein schöner Abend werden, doch er zeigte, die Ignoranz und Unwissenheit der Menschen, für die totes Tier auf dem Teller komplett normal ist. Kein Blick nach links, kein Blick nach rechts. Der Veggie kann hungern, sich unsicher, verrnachlässig, ohnmächtig und hilflos fühlen.´Dennoch ist ein Phänomen zu beobachten, der Veg wird als Last verstanden und ihm wird die Schuld, unterbewusst, zugeschoben. Er ist der Sündenbock. Der erste Stein wurde geworden… die anderen folgen? Ohne mich.

Zusätzlich wird so getan, als wäre Vegetarismus eine schlimme Sache, über die man sprechen müsste – als müsste der Veg überzeugt werden. Und dann natürlich Bemerkungen, wie, ich esse gar nicht so viel Fleisch, und gleichzeitig schiebt man sich das tote Tier gemütlich in den Mund. Und natürlich wird die Seele des Tieres nicht geehrte, es werden Witze gemacht… Keine zeichen des Dankes, dass es sein Leben für den unnützen Hunger der Esser gegeben hat. Undankbares Volk!

Es gab drei Gänge, ich aß nur bei einem mit – den habe ich mir selbst ausgedacht, improvisiert, nichts aufwändiges, Nudeln mit ein wenig Pilzen im Wok gechwenkt. Es sollte eine Vorspeise geben, eine Hauptspeise und einen Nachtisch. Unabhängig davon, war das ganze Essen mit Alkohol durchdekliniert. Kein Gericht ohne Zugabe von mindestens 1 l Wein.

Keiner hat sich bemüht, keiner war ernsthaft interessiert, sondern viel mehr schnell mit einem eigenen Urteil, genervt und angepisst, ob der Wahrheit, die Ihnen ins Gesicht schrie – ich bin ein Mörder, ich esse totes Tier! Ich muss dazu sagen, ich bin nciht vegan, ich muss auch Schuld auf mein Haupt lasten. Ich esse Käse – Ich vertrage nciht alle Formen des Soya, daher kann ich wohl nir komplett Veganerin werden. Schade. Ich wurde wie eine Last empfunden, die lästig ist, sich nciht anpasst und nervt. Was für die normal scheint, war für mich erstaunlich.

Auch die Eventlocation war mit der Tatsache einen Veggie dabei zu haben komplett überfordert, unfähig, hilflos und ignorant. Der Koch, der den Abend begleiten sollte, ignorierte mich, half mir nicht, ich war ihm egal! Er war mit der Situation vom Können her sowieso überfordert. Un d wie vegetarisch “buchstabiert” wird, wusste er auch nicht.

Es hieß schon am Anfang, von einem Veggie wissen wir nichts. Eine Alternative, die auch den Parametern eines Vegetariers entsprach, keine Spur,  gab es nicht. Abgesehen vom Alkohol, der in allen Speisen en Masse enthalten war; wurde auch Gelatine genutzt. Wohlwahrlich nicht vegetarisch und schon gar nicht vegan.

Nachdem Wochenende: Wie auch immer, kein Wort der Entschuldigung, kein Wort des Bedauerns. Es wurde Business as Usual gemacht. Ok, das kann ich auch. Next without me!

Ich bin erbost, wütend, voller Hass und Trauer. Ich fühle mich ohnmächtig und hilflos…

Wie sagte Martin Luther King einst: “I HAVE A DREAM…” Me Too!

Und wie sieht es bei euch aus, auch solche Erfahrungen gemacht?

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Autor: Chefredaktion | Erstellt: 08.November 2011 | Artikel: Chefredaktion | RSS |

14 Antworten zu “Only One – Unter Fleischfressern”

  1. Niklas sagt:

    Was für eine Runde war denn das bitte?

    Dass man es als Vegetarier nicht immer und überall leicht hat, akzeptiert zu werden und ausreichend mit Essen versorgt zu sein, ist ja hinlänglich bekannnt. Aber aus meiner Erfahrung werden Sonderwünsche, sofern einmal klar geäußert immer berücksichtigt. Nicht immer wohlwollend und wohlschmeckend, aber zumindest achtet man bewusst daruf. Ausgegrenzt wurde ich deshalb schon lange nicht mehr.

  2. Mit wem hast du denn da gegessen? Deinen Freunden?
    Wenn du soviel Wert drauf legst kein Fleisch zu essen, dann können das wohl keine Freunde gewesen sein, oder?
    Abgesehen davon klingt dein Geschreibsel ganz schön pathetisch. Mörder?
    Jedes Lebewesen lebt auf Kosten von anderen. Wenn es dich nicht gäbe, hätte jemand anderes auch mehr zu essen.

  3. Facewell sagt:

    Nun gut. Jeder sollte jeden so akzeptieren wie er ist. Das bedeutet aber wohl auch, dass das dann von beiden Seiten aus so sein muss. Gegenseitige Rücksichtsnahme ist wichtig.

  4. Ben sagt:

    Wie man auch hier in den Kommentaren schon wieder heraushören kann, sind solche Beiträge wohl leider kontraproduktiv.

    Ich kann gut verstehen, dass du frustriert warst von deinem Erlebnis, aber dein Bericht klingt auch nicht sehr tolerant den anderen gegenüber – Auge um Auge. So ergibt sich bloß mehr Angriffsfläche und es geht schnell nur noch um den Ton, nicht um das Wesentliche. Das wäre ein noch größerer Schaden!

  5. maryy sagt:

    Ich have absolut nichts gegen Vegetarier.. wieso auch jeder darf doch das essen was er möchte… :-) Meine beste Freundin ist auch Vegetarierin solange sie mich mein Fleisch essen lässt… ist alles ok :-)

  6. Hey.
    Auch ich bin Vegetarierin. Ich muss aber sagen, dass es bei mir recht gut klappt. Sei es in meiner Bezieung oder auch in meinem Freundeskreis wird meine “Verabscheuung” des Fleisches recht gut akzeptiert und berücksichtigt!

    Lg

  7. Walter sagt:

    Ab und zu wird man schon mal schief angeschaut und bei manchen hat man auch eher den Eindruck, dass man nur von “In Ruhe lassen” sprechen kann statt von echter Akzeptanz. Dennoch ist es mir in letzter Zeit eigentlich nie passiert, dass ich mich wirklich unwohl gefühlt hätte.

  8. Luis sagt:

    Ich finde mich so sehr in diesem Artikel wirder. Er könnte von mir sein. Ich bin in meinem Freundeskreis auch der einzige Vegetarier. Am schlimmsten finde ich immer, dass man sich erklären muss, wieso man doch kein Fleisch ist. Da fühlt man sich immer wie ein Verbrecher, der jetzt sein Geständnis abliefert.

  9. Frage sagt:

    Gehe ich richtig in der Annahme, dass nicht ein Freund kochte sondern ein bezahlter Koch zu euch kam?
    Wenn die Person aus deinem Freundeskreis welche den Koch gebucht und das Menu geordert hat dem Koche nicht mitgeteil hatte, dass ein Vegetarier anwesend ist, kannst du dem Koch nicht viele Vofwürfe machen.

    Offenbar hat er genau ein 3 Gang Menu für eine Gruppe geplant. Woher sollte er riechen, dass er auf die Gelatin im Dessert verzichten sollte wenn ihm das niemand gesagt hat?
    Wenn er das Menu so geplant hat, dass eine Person das ganze knapp für die ganze Gruppe Kochen kann, und plötzlich hat jemand einen Sonderwunsch den er mit dem Equipment nicht mehr alleine in der Zeit bewältigen kann was soll er dann tun?

    Es ist an dir vor solch einem Event mitzuteilen, dass du spezielle Sonderwünsche hast. Falls die Person welche das ganze Organisiert hatte das wusste aber nicht weitergeileitet hat, War das doch recht ungeschickt. Diese Person hätte dir wenigstens helfen können wenn sie schon vergessen hat den Koche zu informieren.

    Deine Sprache bringt deine Wut relativ krass zum Ausdruck.
    Damit kann man auch vielerorts anecken. Ein konstruktiver Dialog kommt so meistens nicht zustande.

    Würde bei mir jemand in diesem Tonfall über das Essen oder sonstwas herziehen gäbe es kein nächstes mal mehr.
    Es gibt Themen, welche man besser nach dem Essen bespricht. Dazu gehören detailierte Beschreibungen von unapetitlichen Dingen wie:

    Die detailierte Beschreibung der Kreigsgräueltaten in den beiden letzten US-Kriegen (wie bist du eigentlich zu dem Essen gereist? Trägst du Synthetische Stoffe? woher kommt deine Soya und wiso ist das Öl welches für die Herstellung , den Transport gebraucht wird so billig?)
    Detailierte Beschreibungen der unapetitlichsten Jackass Szenen.
    Detailierte Beschreibungen von Schlachtvorgängen.
    uvm.

    IEin nicht Vegetarier könnte sich durch deine Ausdrucksweise beleidigt fühlen, und dir in einem Ähnlichen Tonfall über die Scheinheiligkeit von Vegetarieren auslassen.

    Wenn man einen Krezzug gegen die Angewonheiten einer Gruppe führen will und sich dabei noch im Ton vergreift, muss man damit rechenn, dass man negative Reaktionen hervorruft.

    Mein Rat leg dir bessere Manieren zu an und schau dich nach neuen Freunden um. Am besten Gleichgesinnten:

    1 Scheinen dich deine “Freunde” nicht sonderlich zu mögen, sonnst hätten sie auf dich Rücksicht genommen.

    2 Scheinst du sie nicht zu mögen. Sonnst hättest du nicht versucht ihnen den Apetitt zu verderben.

    3 Scheinst du mit andersdenkenden nicht sonderlich klar zu kommen.

    @Luis Es gibt auch Personen welche aus Interesse nachfragen, wesshalb man Vegetarier ist.
    Es gibt nämlich Vegetariere welche einfach kein Fleisch mögen, Vegetariere, welche aus Ethischen Überlegungne kein Fleisch verzehren, und Personen welche sich als Vegi bezeichnen, weil sie nur Geflügel essen und das kompliziert zu erklären finden.

  10. Toki sagt:

    Durch die Medien geistert doch derzeit die Facebook-Seite von irgendeiner Bank (die mit Dirk Nowitzki in der Werbung, mir ist der Name entfallen). In der Werbung geht Dirk jedenfalls in eine Metzgerei, was zu einem teilweise bösartigen Wortgefecht zwischen Vegetarieren, Veganern und Fleischessern geführt hat.

    Ich verstehe irgendwie nicht, was es ist, dass die Leute so eskalieren lässt bei diesem Thema, so dass überhaupt keine friedliche Koexistenz möglich ist…

    Jedenfalls fände ich es als Freund nicht schön, wenn ich hinterher im Internet nachlesen könnte, was ich falsch gemacht habe… Denke auch mal daran!

  11. vardenafil sagt:

    Hallo , vielen Dank für die ausführliche Info!

  12. Good Work ! Dass es bei mir recht gut klappt. Sei es in meiner Bezieung oder auch in meinem Freundeskreis wird meine…Thanks!

  13. Susi sagt:

    Die meisten sind einfach noch nicht daran gewöhnt, dass sich jemand vegan erwähnt. Die Vegetarier haben inzwischen eine gewisse Akzeptanz erreicht. Dennoch: Es ist manchmal frustrierend, aber wenn man sofort so aufbrausend wird, ist niemandem geholfen. Sieh dich doch einfach als “Avantgarde” an, die den Weg bereitet für spätere Zeiten. Das Verhalten deiner Freunde ist unmöglich, aber warum konntet ihr euch nie vorher darüber unterhalten?

  14. Herbert sagt:

    Ich muss zum Glück sagen, dass ich als Veganer bisher keine solchen Erfahrungen machen musste.

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